Erste Blumen im Frühling
- Sandra Franceschi

- 12. Apr.
- 3 Min. Lesezeit
Mit welchen Farben beginnt eigentlich der Frühling?
Gelb - Lila - Blau - Weiß
Das sind die klassischen Farben, die jeder mit dem Frühling verbindet.
Klar, einfarbig und leuchtend.

Jeder kennt sie - die gelben Osterglocken (Narcissen). Auch wenn viele meiner Kunden sagen: „bitte keine gelben Blumen“, erfreuen sie sich jedes Frühjahr an den leuchten Osterglocken.
Ihre hellen Blüten sind meist die ersten, die im zeitigen Frühjahr blühen und so den Winterblues vertreiben.
Von den Osterglocken gibt es viele Sorten. Sie unterscheiden sich meist in der Blütenfarbe. Es gibt sie einfarbig von warmen goldgelb, über zitronengelb, champagner, cremeweiß bis hin zu zweifarbigen Blüten mit orange. Auch die Blütenformen unterscheiden sich von einfachen bis zu gefüllten Blüten.
Osterglocken blühen von März bis Mai (je nach Sorte gibt es Unterschiede)

Sehr hübsch sind meiner Meinung auch Anemonen. Im Bild seht ihr die Strahlen-Anemone. Sie blühen von blau und violett über rosa bis zu reinem weiß. Nach der Blüte fallen die Blütenblätter ab und die kleinen Köpfchen werden erkennbar. Diese Nüsschen fallen auf den Boden und die Anemonen säen sich auf diese Weise selbst aus. So können sich ganze Teppiche bilden.

Auch die Blausternchen (Scilla) haben dieses Potential. Sie blühen in einem leuchtenden Blau oder in weiß. Von März bis April erscheinen die Blüten. Auch die Blausternchen eigenen sich zum Verwildern, wenn mann sie (in Ruhe) läßt.

Von April bis Mai erscheinen die Blüten der Traubenhyazinthe (Muscari). Jede Traube formt sich aus vielen kleinen Blüten, die nacheinander aufblühen. Es gibt sie in den Farben von dunkelblau, kobaltblau, hellviolett bis blassblau. Sie wachsen in dichten Horsten und verbreiten sich auch durch Samenkapseln.

Die Hyacinthen sind im Gegensatz zu den vorigen Gewächsen nicht so filigran. Sie werden bis zu 20 cm hoch. Wer sie in der Wohnung hat, stört sich eventuell an dem sehr dominanten Duft. Im Garten sollte das hingegen keine Rolle spielen. Hier sind sie gute Kombinationspartner zu Krokussen und Traubenhyazinthen. Die Blüten erscheinen von April bis Mai.

Wer etwas außergewöhnliche Blüten im Beet haben möchte, der streut ein paar Schachbrettblumen (Fritillaria) in seine Beete ein. Sie wirkt mit ihren nickenden Köpfen auf den dünnen Stängeln sehr elegant und fällt wegen ihres Schachbrettmusters auf. Sie blüht von April bis Mai und wird um die 30 cm hoch.
Das alles waren Beispiele für Blumenzwiebeln. Sie werden im Herbst/ Winter gesetzt und blühen, genau wie Stauden, jedes Jahr neu.
Wer lieber Stauden im Beet haben möchte, der kann zum Beispiel das Lungenkraut (Pulmonaria), das Vergissmeinnicht (Brunnera) oder die Lenzrose (Helleborus) pflanzen. Während das Lungenkraut horstartig wächst, breitet sich das Vergissmeinnicht aus und bildet mit der Zeit dichte Bestände. Die Lenzrose gibt es in mehreren Sorten von dunkelroten, über weiße bis zu hellgrünen Blüten. Sie eignen sich zudem auch sehr gut als Schnittblumen für die Vase.
Ich habe in diesem Beitrag die Tulpen bewußt nicht erwähnt. Über sie kann man so viel schreiben, da mache ich einen extra Beitrag.
Und denkt daran, wenn ihr im Frühling einen blühenden Garten haben möchte, dann kauft ab dem Spätsommer die Zwiebeln ein und setzt sie im Herbst/Winter.
Auch hier berate ich euch gern. Meldet euch also per Mail oder telefonisch.
Eure Sandra Franceschi
von StaudenSchön
(Kleine Anmerkung: alle Blumen wachsen im Garten meiner Eltern. Dort habe ich auch alle Bilder gemacht.)







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